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Eliteschüler des Sports: Boxer „San“ Oronzo Birardi wird ausgezeichnet

Schon der wohlklingende Name des sympathischen 17-jährigen aus Budenheim (Mainz) bereitet den Einstieg in das Gespräch mit Oronzo, der am 30. November die Auszeichnung der Sparkassen-Verbandsgruppe BW „Eliteschüler des Jahres“ entgegennehmen durfte.

Der um 250 n. Chr. In Lecce (Süditalien) geborenen Bischof Orontius von Lecce, der nach seinem Tode heiliggesprochen wurde, bereitet die Grundlage der Namensgebung für den auch in Italien sehr seltenen Namen. Die Übersetzung lautet übrigens: „Der schnell Laufende“. Das trifft auch auf den gebürtigen Hessen zu, der nicht nur herausragendes Talent im Boxsport aufweist, sondern auch bereits in frühester Jugend ein Angebot vom 1. FC Mainz 05 aufgrund seiner fußballerischen und läuferisch starken Fähigkeiten hatte; und ausschlug. „Ich habe immer Fußballtraining gehabt und Boxtraining im täglichen Wechsel. Irgendwann musste ich mich entscheiden und habe mir im Boxen einfach mehr Chancen ausgerechnet, da im Fußball die Konkurrenz ja wahnsinnig groß ist“ begründet Oronzo seine Entscheidung pro Boxen.

Eine richtige Entscheidung, betrachtet man seine sportlichen Erfolge: mehrfacher Deutscher Meister, Europameister 2015, Vize-Europameister 2016. Aufgrund seiner Zweistaatlichkeit hatte er als italienischer Meister ebenfalls Erfolge, in den dortigen Nationalkader wurde er schnell berufen, entschied sich dann aber doch für die deutsche Nationalmannschaft. Warum? „Die Trainer sind hier einfach besser und netter, ich fand mich hier einfach besser zurecht. Ich bin hier groß geworden, da war es dann auch irgendwie logisch, dass ich für Deutschland antrete,“ sagt er vor dem Training in der Boxhalle im italienischen Nationaldress.

Sein großes Ziel für 2018 ist die Teilnahme an den Youth Olympics in Buenos Aires. Dafür muss er bei der Europameisterschaft ins Finale kommen. Oronzo ist sich sicher, das Ziel zu erreichen, hat er in diesem Jahr keinen einzigen Kampf verloren. Bei den Deutschen Meisterschaften in Velbert riss er sich im Juni das Innenband am Ellenbogen im Viertelfinale, boxte trotz Schmerzen weiter und wurde im Finale mit dem Titel belohnt. „Ich kann nicht verlieren,“ sagt er dazu. „Wenn ich einen Kampf verliere, bin ich sofort heiß auf den Rückkampf und will meine nächste Chance nutzen.“
Einen großen Beitrag zu seinen Erfolgen leistet dabei sein Trainer. Zoltan Lunka legt größtes Vertrauen in sein Können und bescheinigt ihm eine große Zukunft: “Großer Ehrgeiz zeichnet ihn aus, er ist ausgesprochen fleißig im Training, variabel in der Technik und sehr aufnahmefähig,“ lobt Lunka, selbst Bronzemedaillengewinner von Atlanta 1996 im Fliegengewicht und Weltmeister 1995. Oronzos Fernziel formuliert er eindeutig und mit fester Stimme: „Ich will 2020 in Tokio Olympiasieger werden. Dann bin ich 20 Jahre alt und im besten Alter. Die Kubaner gewinnen mit 19 Jahren schon Titel, warum sollte ich das nicht können?“
Den Titel „Eliteschüler des Sports“ hat er jedenfalls bereits eingeheimst, seine schulische Entwicklung in der Willy-Helpach Schule läuft nach Plan, die sportliche sowieso.

Die Auszeichnung, die im Foyer des OSP durch Sparkassen-Vorstand Rainer Arends vorgenommen wurde, gibt Oronzo einmal mehr Bestätigung, dass er auf dem richtigen Weg ist. Jochen Zürn, Internatsleiter am OSP stimmt zu: “Oronzo hat nicht nur außergewöhnliche sportliche Hochbegabung, er bringt den notwendigen Ehrgeiz mit, hat sein Ziel fest im Fokus und gilt in Spitzensportkreisen als fairer Wettkampfgegner. Ich traue ihm noch sehr viele Erfolge zu, schulisch als auch sportlich.“

Hier geht es zu den Bildern der Auszeichnung!

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